treptower park, 8.VII.17

 

im westen zerreißt die untergehende sonne den himmel überm alex, färbt die wolken orange-rosa. im osten stanzt der mond ein gelbes loch ins nachtblau überm ehrenmal. dazwischen wird alles kontur und schatten, legen die laute ihren leib ab: ein balzendes kichern, ein tausendkehliges zwitschern, verebbt das große gesurre des tages. allein gelassen, hineingeworfen ins zwielicht befühlen wir die luft voll vager unruhe vor der finsternis, der wir – trost der natur – so gleichgültig sind wie dem tageslicht.

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